Zucker

Espresso: Mit oder ohne Zucker?

Ein richtig guter Espresso braucht keinen Zucker! Diese Meinung vertreten viele Liebhaber des dunklen Heißgetränks. Doch es gibt für beide Seiten Argumente: für den gesüßten sowie den ungesüßten Espresso.

Espresso mit oder ohne Zucker?

Ein Argument gegen den Zucker im Espresso ist, dass zu viel Zucker die feinen Aromen des Kaffees übertüncht. Wer seinen Espresso zu süß trinkt, schmeckt also vor allem den Zucker, nicht die anderen Nuancen. Auch, wer auf seine schlanke Linie achtet, sollte beim Espresso auf den Zucker und die damit verbundenen Kalorien verzichten. Ist der Espresso jedoch zu sauer geraten, dann kann er mit Zucker gerettet werden. Ein weiteres Argument für den Zucker im Espresso ist der persönliche Geschmack. Eine Tasse Espresso soll ein genießerischer Augenblick sein: Wer als Naschkatze dazu gerne das Stück Zucker und den Keks am Rand hat, der sollte seine süße Auszeit einfach genießen.

Gründe für den Zucker im Espresso: Wie bereits erwähnt, kann Zucker einen sauren Espresso retten und das Geschmackserlebnis angenehmer gestalten. Der saure Espresso muss gar nicht der Zubereitung verschuldet sein; manche Röstungen ergeben nun mal einen sauren Espresso. Im Ursprungsland des Espressos, Italien, wird das Heißgetränk übrigens häufig mit viel Zucker getrunken. Ihr müsst euch also nicht für euren süßen Zahn schämen.

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Geht es auch ohne Zucker?

Ein gut zubereiteter Espresso, der nicht zu sauer ist, kann auch ohne Zucker getrunken werden. Ist man dies nicht gewöhnt, so kann man sich langsam herantasten, indem man den Zuckergehalt im Espresso nach und nach reduziert. Pur offenbaren sich die Feinheiten im Geschmack.

Eine andere Möglichkeit, sich an die starken Aromen des Espressos zu gewöhnen ist, sich über einen weniger starken Kaffee heranzutasten. Ein Lungo bietet hierfür eine gute Möglichkeit. Wer seinen Espresso lieber ohne Zucker trinken möchte, sollte bereits auf die Auswahl der Bohnen achten. Schonend geröstete, qualitativ hochwertige Espressobohnen ergeben (richtig zubereitet) einen Espresso, der ohne Zucker auskommt.

Welche Zuckerarten eignen sich am besten?

Wer seinen Espresso gern mit Zucker trinkt, der kann die verschiedenen Sorten ausprobieren. Weißer Haushaltszucker ist sehr süß, hat sonst jedoch keinen Eigengeschmack.

Eine interessante Variante ist Espresso mit braunem Zucker. Da hierbei der Raffiniervorgang weggelassen wird, finden sich im braunen Zucker noch Reste des braunen Zuckersirups (der Melasse). So erhält brauner Zucker einen leicht karamelligen Geschmack, der gut zu Kaffee passt.

Besonders Experimentierfreudige können ihren Espresso auch mit Kokosblütenzucker süßen. Dieser Zucker wird nachhaltiger gewonnen als die meisten anderen und hat einen niedrigeren glykämischen Index. Er besitzt ebenfalls eine leichte Karamellnote und wirkt im Espresso unaufdringlich und weniger süß als Haushaltszucker. Wer besonders auf seine schlanke Linie achtet, kann auch kalorienfreie oder -arme Alternativen ausprobieren. Süßungsmittel auf der Basis von Erythrit ergeben im Espresso eine unaufdringliche Süße. Bei Süßungsmitteln sollte jedoch darauf geachtet werden, ob sie einen Eigengeschmack haben. Stevia schmeckt zum Beispiel lakritzartig und ist als Partner zum Espresso somit mehr als fragwürdig.

Fazit Espresso und Zucker

Ob man seinen Espresso mit oder ohne Zucker trinkt, bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

  • Gute Röstungen, die richtig zubereitet werden, ergeben einen qualitativ hochwertigen Espresso, der nicht gesüßt werden muss.
  • Ist der Espresso zu sauer, kann er mit Zucker gerettet werden.
  • Wer seinen Espresso gerne mit Zucker trinkt, kann mit braunem Zucker, Kokosblütenzucker oder kalorienarmen Süßungsmitteln experimentieren.

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