Sage The Oracle Touch im Test

Ein Hybrid zwischen Kaffeevollautomat und Siebträgermaschine: Die Sage The Oracle Touch bietet das höchste Maß an Automatisierung, das man bei Siebträgermaschinen finden wird. Was die Maschine alles kann und ob sich der hohe Anschaffungspreis lohnt, liest du hier.

Sage the Oracle Touch in Farbe schwarz

Sage bietet mit der Oracle Touch eine Hybridmaschine, mit der sich die Vorteile von Siebträger und Vollautomat vereinen lassen. Das Modell in schwarz gefällt uns am besten. Es gibt auch die klassische Variante in gebürstetem Edelstahl.

Du möchtest Espresso in Barista Qualität Zuhause selbst zubereiten aber nicht gleich ein neues Hobby anfangen? Die Einarbeitung und Auseinandersetzung mit klassischen Siebträgermaschinen kostet Zeit und Geduld. Bei Kaffeevollautomaten hingegen hast du kaum Einfluss auf das Ergebnis.

Sage schafft mit der Oracle Touch einen Hybriden aus beiden Welten, der die Vorteile von Siebträger und Vollautomat vereint. Die Maschine hat jedoch einen stolzen Preis. Wir haben die Urteile und Meinungen von Espresso-Expertinnen und Experten für dich zusammengetragen (Mehr zu unserem Vorgehen der Kuratierung von Testberichten hier).

Das Wichtigste in Kürze

“Jeder Schritt automatisiert” – so wirbt Sage für die Oracle Touch. Es handelt sich um eine halbautomatisierte Siebträgermaschine nach dem sogenannten “Bean-To-Cup” Prinzip. Die wichtigsten Schritte in der Espressozubereitung übernimmt die Maschine selbst.

Das Mahlwerk ist bereits verbaut, sodass es sich um ein All-in-One Gerät handelt. Die Maschine mahlt das Kaffeemehl in den Siebträger und tampt sogar automatisch. Lediglich den Mahlgrad stellst du selbst ein.

Du kannst mit der Sage Oracle Touch gleichzeitig Espresso brühen und Milchschäumen, da zwei separate Wasserbehälter verbaut sind. Apropos Milchschäumen: Die Maschine verfügt über eine automatische Milchschaumfunktion, die im Test hoch gelobt wird. So wird der Aufwand für den perfekten Cappuccino oder Flat White noch geringer.

Die Bedienung geschieht über ein integriertes Touch Display.

Zusammengefasst: Mit wenig Aufwand kannst du mit der Sage Oracle Touch tolle Kaffeegetränke kreieren.

Dabei musst du dich aber fragen, ob dir die vielen extra Features den Preis von ca. 2.000€ wert sind. Die Oracle Touch ist zwar eine tolle Maschine für all diejenigen, die gerne in die Welt der Siebträgermaschinen einsteigen möchten, verglichen zu anderen Einsteigermaschinen jedoch ziemlich teuer.

Kurzcheck – Ist die Oracle Touch für dich geeignet?

  • Du möchtest gerne deine Lieblings-Café Getränke auch Zuhause zubereiten.
  • Eine “richtige” Siebträgermaschine erschien dir jedoch immer als sehr aufwendig: Du möchtest nicht so viel Zeit in die Einarbeitung in die Welt der Siebträgermaschinen investieren.
  • Auch wenn du etwas mehr Interesse an der Zubereitung von Espresso hast: Mit der Oracle Touch kannst du noch viel dazulernen.
  • Du möchtest morgens direkt deinen Espresso trinken, ohne erst einmal die Maschine länger aufheizen lassen zu müssen.
  • Du möchtest dich nicht noch zusätzlich mit der Wahl einer Kaffeemühle auseinandersetzen und wünschst dir ein All-in-One Gerät.
  • Du legst Wert auf guten Espresso und feinporigen Milchschaum.

Wann ist die Maschine eher nicht für dich geeignet?

  • Du setzt dich intensiv mit Espresso auseinander und möchtest an vielen Stellschrauben drehen können, um das Beste aus deinen Bohnen herauszuholen.
  • Du möchtest dich gerne später weiterentwickeln – möglicherweise mit einem Upgrade der Kaffeemühle. Dann macht es nicht so viel Sinn, ein Gerät zu kaufen, bei dem schon alles verbaut ist.
  • Du suchst nach einer recht günstigen Einsteigermaschine.
  • Du bist Fan der italienischen Kaffeekultur und möchtest am liebsten eine Maschine von einem italienischen Hersteller kaufen.

Produktmerkmale

  • Abmessung (BxTxH): 39,2 x 37,3 x 45,4,6 cm
  • Fassungsvermögen Wassertank: 2,5 l
  • Fassungsvermögen Bohnenbehälter: 280 g
  • Farben: Gebürstetes Edelstahlgrau, Trüffelschwarz, Sesamschwarz, Schwarzer Edelstahl
  • Heizsystem: dreifaches Heizsystem mit separatem Dampf- und Espressobehälter und beheizter Brühgruppe
  • Leistung: 2400 Watt
  • Druck: 15 bar
  • Preis: momentan (Stand Oktober 2021) für ca. 2.000€ erhältlich

Im Lieferumfang enthalten:

  • Dampflanze
  • Siebe für einen einfachen und doppelten Espressobezug
  • Wasserfilter
  • Milchkännchen mit 480 ml Fassungsvermögen
  • Reinigungsset
  • Teststreifen für Wasserhärte
  • Milchaufschäumer-Ersatzteile
  • Mini-Mülleimer fürs Mahlwerk (Knockbox)

Kauftipp

Wo kann man die Sage Oracle Touch Online erwerben:

  • Roastmarket: Hervorragender, nur auf Kaffee spezialisierter Onlineshop. Bei allen Bestellungen von Kaffees und Zubehör haben wir bisher gute Erfahrungen gesammelt. Die Sage liegt aktuell bei einem Preis* von 1.799 €.
  • Amazon: Beim größten Onlineshop liegt die Oracle Touch bei einem Preis* von 1.771 €. Die Maschine wird direkt über Amazon verkauft und versendet.

Art der Maschine und Besonderheiten

Über den Hersteller Sage

Der Name Sage mag einigen noch recht neu sein: Die Maschinen gibt es unter diesem Markennamen erst seit ein paar Jahren auf dem deutschen Markt. Vorher wurden ähnliche Modelle unter dem Namen Gastroback vertrieben.

Sage gehört zu australischen Breville Group. Die Espressomaschinen wurden im europäischen Markt unter dem neuen Markennamen Sage gelauncht.

Sage fokussiert sich auf die Third-Wave Kaffeebewegung und Specialty Coffee. Dies ist bereits an den Bildern im Touch Display der Oracle Touch erkennbar: Hier sind trendige Kaffeegetränke wie Cappuccino und Flat White mit Latte Art Verzierungen zu sehen.

Dabei will Sage es Nutzerinnen und Nutzern möglichst einfach machen, ihre Lieblingskaffeegetränke selbst zuzubereiten. Die Oracle Touch ist mit interessanten Features ausgestattet, die den Alltag leichter machen sollen.

Die Oracle Touch ist die teuerste Maschine im Siebträgermaschinen-Sortiment von Sage. Daneben gibt es noch deutlich günstigere Maschinen, angefangen bei der Bambino Plus und zum Beispiel der beliebten Barista Express.

Besonderheiten der Oracle Touch

Was hebt die Maschine von den anderen Sage Maschinen ab?

Die Oracle Touch verfügt über ein dreifaches Heizsystem: einen separaten Dampfbehälter und einen Espressobehälter sowie eine beheizte Brühgruppe. Die eingebaute PID Kontrolle soll höchste Temperaturstabilität und -konstanz ermöglichen. Die separaten Behälter bedeuten auch, dass du gleichzeitig Milchschäumen und Espressobrühen kannst, wie bei einer Zweikreiser-Siebträgermaschine.

Die Bedienung erfolgt über ein Touch-Display, wo du das jeweilige Getränk auswählen und die Einstellungen nachjustieren kannst. Dieses ist personalisierbar, sodass du bis zu acht eigene Getränkekreationen erstellen und speichern kannst.

Für eine Siebträgermaschine bietet die Oracle das wohl höchste Maß an Automatisierung: Gemahlt wird direkt in den Siebträger und du erhältst einen fertig getampten Kaffeepuck, sodass du den Siebträger nur noch in die Brühgruppe einrasten musst. Auch Milchschäumen kann die Maschine mit ihrer automatischen Milchschaumfunktion fast ganz alleine: Kännchen befüllen, Dampflanze rein und das Kännchen auf den Sensor stellen, kurz warten und du erhältst Milchschaum, der in Tests für Begeisterung sorgt.

Design, Material & Verarbeitung

Die Oracle Touch Maschine überzeugt mit Design und Verarbeitung

Auf den ersten Blick sieht die Maschine ähnlich aus wie die anderen Siebträgermaschinen von Sage, beispielsweise die Barista Linie. Runde Kanten und die Edelstahl Verkleidung prägen die Optik. Das Gehäuse ist in verschiedenen Farben erhältlich, die mit außergewöhnlichen Namen wie “Trüffelschwarz” oder “Sesamschwarz” bezeichnet sind.

Auf den Tester von Roastmarket macht die Maschine sofort einen guten Eindruck – das Touch-Display reagiere gut und er lobt vor allem die Optik der Milchgetränke im Touch Display, da diese die Seele von Specialty Coffee gut einfangen würden.

Zur Verkleidung der Maschine bezüglich der Schmutzanfälligkeit schreibt er: “Die matte Kunststoffoberfläche ist für Schmutz nicht sonderlich anfällig. Auf der trüffelschwarzen – so nennt sich die Farbe der Maschine – Oberfläche sind Fingerabdrücke so gut wie nicht sichtbar und Staub lässt sich einfach abwischen. Ein erheblicher Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenzprodukten, die häufig in Klavierlack oder poliertem Edelstahl daherkommen.”

Auch die Testerin von Barista Passione hat positive Worte für das Design und die Verarbeitung übrig: “Auf den ersten Blick sieht das Design der Oracle Touch SES990 wirklich gelungen aus. Mir gefällt die gute Verarbeitung und die tolle Haptik ausgezeichnet. Der gebürstete Edelstahl ist hochwertig und macht sich optisch in der Küche richtig gut.”

Der Bohnenbehälter ist oben links an der Maschine angebracht und fasst 280 g Bohnen.

Praktisch: Den Wassertank kann man entweder von vorne oder von hinten befüllen – je nachdem, wie man die Maschine positioniert hat. Ist der Wassertank zu leer, schaltet sich die Maschine automatisch ab. Mit 2,5 Liter Fassungsvermögen reicht er aber für einige Kaffeegetränke.

Mit etwas mehr als 20 kg bringt die Oracle Touch einiges auf die Waage. Ein sehr praktisches Feature: Unter der Abtropfschale gibt es ein kleines Rädchen. Wenn man dieses dreht, lässt sich die Maschine ganz leicht verschieben und bewegen. Außerdem hat man unter der Abtropfschale die Möglichkeit, Zubehör zu verstauen.

Barista Passione hat nur einen Kritikpunkt zur Abtropfschale: “Punktabzug gibt es lediglich für die Abtropfschale: Leider wurde diese aus Kunstoff und nicht aus Edelstahl gefertigt.”

Lieferumfang

Im Lieferumfang der Oracle Touch ist folgendes enthalten:

Milchkännchen

Das aus Edelstahl gefertigte Milchkännchen hat ein Fassungsvermögen von 480 ml. Der Tester von Roastmarket empfiehlt, sich ein zweites Milchkännchen zum Umgießen zuzulegen.

Wasserfilter

Der mitgelieferte Wasserfilter wird im Wassertank angebracht. Das ist praktisch, da du dich nicht extra darum kümmern musst, gefiltertes oder Flaschenwasser zu verwenden. Durch das regelmäßige Austauschen des Filters entstehen jedoch laufende Kosten.

Siebe

Anders als bei den anderen Modellen von Sage hat der Siebträger der Oracle Touch die Standardgröße von 58 mm. Mitgeliefert werden zwei Siebe aus echtem Edelstahl – für einen einfachen und doppelten Espressoshot.

Außerdem erhältst du beim Kauf eine Ausklopfbox (Knockbox) für den Kaffeepuck, Milchaufschäumer-Ersatzteile, Teststreifen für die Wasserhärte sowie ein Reinigungsset.

Bedienung

Einfache und personalisierte Bedienung dank Touch-Display

Bei der Bedienung der Oracle Touch sticht vor allem eines direkt ins Auge: Das Touch-Display. Dieses befindet sich prominent auf der Vorderseite direkt neben dem Power-Button zum An- und Ausschalten.

Die Bedienung einer Siebträgermaschine über einen Touchscreen mag erstmal etwas ungewöhnlich erscheinen. Das Display ist eines der Merkmale, das die Oracle Touch von anderen Siebträgermaschinen abhebt und die Maschine zwischen Siebträger und Vollautomat positioniert.

Das Display führt beim ersten Gebrauch durch die Einrichtung der Maschine und beinhaltet verschiedene Tipps, wodurch es fast schon als Handbuch zu gebrauchen ist. Verschiedene Getränke wie Espresso, Americano, Cappuccino und Flat White sind bereits dort gespeichert und können ausgewählt werden. Die Einstellungen kann man selbst nachjustieren und speichern. Ebenso lassen sich ganz neue Getränkekreationen erstellen, benamen und speichern.

Coffeeness schreibt zur Bedienung:

Das Touch-Menü ist sehr übersichtlich gestaltet und arbeitet vorrangig mit idiotensicheren Icons. Ansonsten sind klare Ansagen und einfache Skalen ebenso leicht verständlich.” — Coffeeness

“Das Touchdisplay liefert eine gute Bildqualität und kommt natürlich in Farbe und hintergrundbeleuchtet daher.” — Roastmarket

Der Tester von Roastmarket beschreibt, dass das Display sehr gut reagiere. Das sieht ein Kunde in seiner Rezension anders: Die Berührungsempfindlichkeit des Displays sei mit einem alten Navigationsgerät vergleichbar.

Den Mahlgrad stellt man über ein Rädchen an der Seite der Maschine ein. Der Mahlvorgang an sich läuft dann ziemlich automatisch ab: Der Siebträger wird in die vorgesehene Halterung eingeführt und dann einmal kurz nach rechts gedrückt, um das Mahlen zu starten.

Insgesamt wird die Bedienungsfreundlichkeit der Oracle Touch in Testberichten als positiv dargestellt.

Reinigung der Oracle Touch

Wie jede Maschine sollte auch die Oracle Touch regelmäßig gereinigt werden. Brühkopf und Siebe sollten sauber sein und die Dampflanze von Milchresten befreit werden.

Im Lieferumfang ist auch ein Reinigungsset enthalten, mit welchem die Reinigung einfach vonstatten geht. Coffeeness schreibt: “Für eine etwas kräftigere Reinigung am Auslass sorgt ihr mit den beiliegenden Bürsten. Ansonsten solltet ihr den Siebträger nach dem Ausklopfen des Kaffeepucks auch einmal durchsäubern und nach jedem Schäumvorgang die Lanze abwischen. Das ist auch schon alles!

Selbst das Mahlwerk könnt ihr hier erfreulich kleinteilig auseinandernehmen und säubern, und zwar fast so gut wie bei einer Profi-Mühle.”

Geschmack & Ergebnisse

Der Mahlvorgang

Das kegelförmige Mahlwerk ist bei der Sage Oracle Touch bereits eingebaut. Dadurch wird die Maschine zum All-in-One Gerät und die Anschaffung einer (teuren) Kaffeemühle fällt weg.

Das Mahlen mit der Maschine läuft ziemlich automatisiert ab: Das gewünschte Getränk auswählen, den Siebträger einsetzen und warten, bis die Bohnen in den Siebträger gemahlen und dort verdichtet werden. Ein Tamper wird somit überflüssig.

Der Espresso schmeckt noch nicht so wie gewünscht? Dann ist der Espresso Mahlgrad die erste Stelle, wo du Änderungen vornehmen solltest. Er lässt sich über ein Rädchen an der Seite verstellen.

Die Expertin von Barista Passione schreibt: “Das fertig getampte Ergebnis ist richtig gut! Schön verdichtet und eben glatt. Nur mit viel Übung ist ein vergleichbares Ergebnis manuell möglich. Daher ist dies aus meiner Sicht eine absolute Arbeitserleichterung und Bereicherung.”

Der Tester von Roastmarket zieht folgendes Urteil zum Mahlvorgang: “Das getampte Mahlgut macht einen guten Eindruck, ist nicht zu locker und nicht zu lose […] Die Espressomaschine von Sage mahlt zuverlässig, aber eventuell etwas viel Kaffeemehl ab”.

Auch in anderen Testberichten wird darauf hingewiesen, dass die Maschine ziemlich viel Kaffeepulver (über 20g für einen doppelten Espresso) in den Siebträger mahlt.

Einen weiteren Kritikpunkt äußert James Hoffmann in seinem Video: Die Mühle würde sich über mehrere direkt nacheinander erfolgende Mahlvorgänge leicht erwärmen, sodass sich die Mahlgradeinstellungen leicht verändern würden.

Espressobezug

Nach dem Mahlen kann es mit dem Espressobezug direkt losgehen. Dafür wird der Siebträger eingerastet und über einen Button die Extraktion gestartet.

Die Oracle Touch beginnt die Extraktion mit einer sogenannten Preinfusion, einer Vorbrühfunktion. Hier wird zunächst nur wenig Druck aufgebaut, was eine schonende und gleichmäßige Extraktion bewirken soll.

Wichtig zu wissen: Die Oracle Touch brüht nach Zeit und nicht wie häufig üblich nach Volumetrik. Das heißt, dass die Brühdauer eingestellt wird und je nach Mahlgrad mehr oder weniger Espresso in der Tasse landet. Das bedeutet auch, dass du den Mahlgrad als erstes verändern solltest, wenn der Espresso noch nicht so schmeckt wie gewünscht.

Weiterhin lässt sich auch die Brühtemperatur verändern. Helle Röstungen vertragen grundsätzlich eine höhere Temperatur als dunklere Röstungen.

Zum Brühvorgang schreibt Roastmarket:

“Wo Neulinge vielleicht am Einstellen von Mahlgrad, Kaffeemenge, Durchlaufzeit und weiteren Fragen verzweifeln würden, greift die Sage ihnen mit gewissen Grundeinstellungen hilfreich unter die Arme. Für Espresso, Caffè Creme oder Americano und viele weitere “Standards” liefert sie bereits in den Standardeinstellungen sehr gute Mengenverhältnisse, die man ohne Weiteres übernehmen kann, die sich aber natürlich nach Bedarf anpassen lassen. Der konstante Extraktionsdruck sowie die Vorbrühfunktion sorgen für das bestmögliche Aroma.”

Geschmack

Das Entscheidendste für den Geschmack? Die Einstellungen müssen passen. Je nach Röstung können die perfekten Einstellungen etwas variieren. Deshalb solltest du dir wie auch bei anderen Siebträgermaschinen etwas Zeit zum Ausprobieren und Einstellen einplanen.

Barista Passione zieht ein positives Fazit zum Geschmack: “Ist die Oracle Touch aber einmal richtig eingestellt, lassen sich super ausgewogene und vor allem konstante Ergebnisse produzieren. Der gesamte Prozess der Espresso-Zubereitung ist dann mit der Oracle Touch kinderleicht. Und geschmacklich liefert die Maschine Ergebnisse auf sehr hohem Niveau! Daher eine klare Weiterempfehlung von mir.”

Coffeeness schreibt: “Am Ende kommt ein sehr ordentlicher Espresso mit dem entsprechenden Crema-Look in die Tasse, der dem hundertprozentigen Original tatsächlich in kaum etwas nachsteht. Ich wüsste nicht, welche Unterschiede der Laie hier bemerken sollte. Und das Schöne ist, dass dies wirklich auch blutige Anfänger hinbekommen.”

Milchschaum

Das Milchschäumen scheint das absolute Highlight an der Maschine zu sein.

“Die Qualität des Milchschaums hat mich sprachlos gemacht. Es ist einfach genial, wie die Maschine feinporigen, hochwertigen Latte-Art-Schaum produziert – und das wohlgemerkt auf Knopfdruck.” — Barista Passione

Beim Schäumen hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du schäumst einfach manuell wie bei einer Siebträgermaschine üblich, oder du nutzt die automatische Milchschaumfunktion. Dafür positionierst du die Dampflanze in dem mit Milch gefüllten Milchkännchen, stellst dieses auf den Sensor und startest das Milchschäumen über einen Button. Im Display kannst du sowohl die Temperatur der Milch (diese sollte für einen Cappuccino maximal 65 Grad betragen) sowie die Menge an Milchschaum einstellen.

Und das funktioniert? Tatsächlich! Testerinnen und Tester zeigen sich vom automatischen Milchschäumen ziemlich begeistert.

“Das klappt wirklich! Ihr könnt den Einstellungen vertrauen. Wenn der Schaum fertig ist, ist er fertig und der Vorgang wird beendet.” — Coffeeness

“Dies allerdings in einer solch guten Qualität, dass man sich mit der Milch leicht in Sachen Latte Art versuchen kann.” — Roastmarket

Auch James Hoffmann lobt die Funktion: Es handele sich um “thoughtful use of technology to make our lives a little bit easier”.

Ebenfalls ein praktisches Tool: Die Dampflanze bläst sich automatisch aus, wenn du sie in die Ausgangsposition zurückbringst. Du solltest sie lediglich mit einem feuchten Tuch abwischen, um Milchreste zu entfernen.

Tipps und Tricks

Die Menge des Mahlguts verändern

Etwas Kritik gibt es daran, dass die Maschine beim Mahlvorgang zu viel Kaffeemehl in den Siebträger mahlt. Man kann dies nicht in den Einstellungen, aber mit einem kleinen Eingriff in die Mechanik der Maschine verändern, indem man den verbauten Messstopper etwas nach unten absenkt. Anleitungen dafür findet man online.

Fazit: Wie performt die Sage Oracle Touch im Test?

Mit der Sage Oracle Touch kannst du mit der Espressozubereitung direkt loslegen. Alles notwendige ist bereits inkludiert – es handelt sich um ein All-in-One Gerät mit Mahlwerk und Dampflanze.

Was die Maschine von anderen Siebträgermaschinen abhebt sind das hohe Ausmaß an Automatisierung und praktische Extras. Die Espressozubereitung wird so einen großen Schritt automatischer: Gemahlt und getampt wird automatisch und auch die Milchschaumfunktion nimmt dir Arbeit ab.

Dabei erhältst du bessere Espressoergebnisse als bei einem Kaffeevollautomaten, ohne dass du zu tief in die Espresso-Welt einsteigen musst. Doch auch wenn du dich dafür interessiert, ist die Oracle Touch ein guter Wegbegleiter für den Anfang.

Nicht vergessen darf man jedoch den stolzen Preis. Du wirst günstigere Einsteigermaschinen finden, die ähnliche Espressoergebnisse produzieren können. Dafür musst du dann aber auf das Level an Komfort verzichten, das dir bei der Oracle Touch geboten wird.

Welche Fazits ziehen Profi-Tester?

“Ich bin vom Verhältnis Aufwand zu Ergebnis hellauf begeistert und finde, dass die Oracle Touch den schmalen Grat zwischen Anfänger-Problemen und Fortgeschrittenen-Ansprüchen hervorragend meistert.” — Coffeeness

“Wer aber schon lange von einer „echten“ Espressomaschine träumt, aber keine Zeit dafür hat, sich langwierig Fertigkeiten und Wissen anzueignen, ist hier goldrichtig. Wenn euch aber irgendwann das Barista-Fieber packt, habt ihr hiermit einen dankbaren Lehrmeister am Start.” — Coffeeness

“Wer klassisches Siebträgergefühl mit großen Teilen des Vollautomaten-Komforts vereinen will, ist hier genauso gut versorgt wie alle, die ein Gerät für verschiedene Anwender mit unterschiedlichen Vorstellungen suchen. Test bestanden.” — Roastmarket

“Für eine richtige Siebträgermaschine brauchst du viel Wissen über Espresso, die Liebe zum Detail, zusätzliches Equipment und Zeit. Für diejenigen, die schlichtweg keine Lust und Zeit haben, sich Kaffeewissen anzueignen, aber trotzdem viel Wert auf einen sinnlichen Geschmack legen, ist diese Maschine genau die richtige Wahl. Aber auch fortgeschrittene Kaffee-Liebhaber werden mit dieser Maschine viel Freude haben. Denn es gibt trotz der vielen automatischen Vorgänge die Möglichkeit, Prozesse manuell zu steuern und zu beeinflussen.” — Barista Passione

“Und nach über acht Wochen Dauertest kann ich besten Gewissens behaupten, dass die Oracle Touch Espresso, Cappuccino, Flat White & Co. in solider Barista-Qualität liefert. Sage macht also “Kaffee in Barista-Qualität zu Hause möglich.” Die Aussage ist also wirklich KEIN Marketing-Bullshit.” — Barista Passione

“if you are an espresso obsessive and you want to play with your coffee, this is probably not the machine for you.” — James Hoffmann

Pro

  • Intuitive Bedienung über ein Touch-Display
  • Die Maschine ist ein Gesamtpaket: Mahlwerk und Dampflanze sind inkludiert
  • Du kannst automatisch Milchschäumen
  • der Milchschaum ist sehr gut für Latte Art geeignet
  • schnelle Aufheizzeit
  • Viele automatisierte Features erleichtern die Espressozubereitung
  • PID Temperatursteuerung
  • mit den richtigen Einstellungen erhältst du sehr guten Espresso
  • sehr gut für Einsteiger in die Espresso-Welt geeignet

Kontra

  • Die Maschine hat einen hohen Anschaffungspreis
  • Der Wasserfilter muss regelmäßig ausgetauscht werden, was laufende Kosten verursacht
  • Ganz so automatisch wie bei einem Kaffeevollautomaten ist die Zubereitung natürlich nicht

Kauftipp

Wo kann man die Sage Oracle Touch Online erwerben:

  • Roastmarket: Hervorragender, nur auf Kaffee spezialisierter Onlineshop. Bei allen Bestellungen von Kaffees und Zubehör haben wir bisher gute Erfahrungen gesammelt. Die Sage liegt aktuell bei einem Preis* von 1.799 €.
  • Amazon: Beim größten Onlineshop liegt die Oracle Touch bei einem Preis* von 1.771 €. Die Maschine wird direkt über Amazon verkauft und versendet.

Alternativen zur Sage Oracle Touch

Die Oracle Touch ist das Top-Gerät von Sage. Daneben gibt es aber auch günstigere Maschinen, die zwar nicht so ein hohes Maß an Automatisierung mitbringen, jedoch ähnliche Ergebnisse liefern können.

Hast du weniger Budget zur Verfügung, lohnt sich ein Blick auf diese Maschinen:

Du möchtest die Siebträgermaschine getrennt von einer Mühle kaufen? Dann kommen vielleicht folgende Maschinen in Frage:

  • New Gaggia Classic: Die Gaggia Classic hat eine lange Geschichte und stammt von einem italienischen Hersteller. Mit der Maschine kannst du tollen Espresso brühen und auch Milchschäumen.
  • Rancilio Silvia: Mit der Rancilio Silvia steigst du in den Kreis der ambitionierten Espressomacher auf. Mit dieser Maschine lässt sich richtig guter Espresso zubereiten.
  • Bezzera Unica: Eine klassische Siebträgermaschine im “Old School Look”.
  • Ascaso Steel UNO/DUO: Bei den Ascaso Steel Maschinen handelt es sich um Top-Siebträgermaschinen aus Spanien. Die Maschinen überzeugen mit ihren Espressoergebnissen.

Quellennachweise

https://www.coffeeness.de/sage-oracle-touch-test/

https://www.barista-passione.de/sage-oracle-touch-test/

https://www.roastmarket.de/magazin/sage-oracle-touch-ses990-test/

https://www.youtube.com/watch?v=fRBOxyu2b2Q

https://www.youtube.com/watch?v=FKbyVKEVdkQ

*Zur Preisauszeichnung: Die Preisangabe bezieht sich auf den Preis beim Erstellungsdatum des Artikels. Die hier angegebenen Preise ändern sich oft im Laufe der Zeit und dienen als Anhaltspunkt. Bei einem Kauf durch Euch über unsere Verlinkungen verdienen wir kleine Provisionen. Damit können wir den Espressoguide nachhaltig betreiben und weiter ausbauen.

Ratgeber Espressomaschinen

Für wen sind welche Maschinen geeignet? — Espresso Siebträgermaschinen für Einsteiger und ambitionierte Home Baristas: Empfehlungen und Vor- und Nachteile zu den wichtigsten Espressomaschinen für den interessierten Heimanwender. Zusammenstellung von Tests und Erfahrungsberichten seriöser Espresso Experten.

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